: Abschlussfahrt nach Luxemburg

Für zwei Industriefachklassen des Berufskollegs Ahlen Europaschule ging es in Begleitung der drei
Fach- bzw. Klassenlehrer Diana Brinkmann, Christina Raters und Francesco Zagami in das
Großherzogtum Luxemburg.
Am 1. Tag führte die Reise zunächst in den kleinen Grenzort Stolzemburg. Dort stand die
Besichtigung einer alten Kupfergrube auf dem Programm. Ausgerüstet mit Helm, Gummistiefeln und
Regenoverall ging es in die alten Stollen. Da es tags zuvor heftig geregnet hatte, stand dort das
Wasser zum Teil knöcheltief. Unvorstellbar, wie mühsam die Stollen und Schächte vor gut 150 Jahren
nur mit Muskelkraft in den Berg getrieben wurden. Später erleichterte die mit einer Dampfmaschine
erzeugte Elektrizität zumindest deren Entwässerung. Wirklich rentabel war die Mine aber zu keiner
Zeit, musste das Kupfererz doch mühsam zu den Umschlagsplätzen und Verarbeitungsstätten
transportiert werden.
Anschließend wurde ein kurzer Zwischenstopp im Nachbarort Vianden eingelegt. Über dem Ort
thront die Burg Vianden – eine der größten und am besten erhaltenen Festungsanlagen westlich des
Rheins. Das eigentliche „Abenteuer“ war dann aber die Fahrt zur Unterkunft in Luxemburg Stadt.
Manch schmale Gasse oder Brücke waren für den Reisebus nämlich nicht passierbar, und so gab es
am Anreisetag noch eine ungeplante Stadtrundfahrt mit dem einen oder anderen Schreck-Moment.
Am Morgen des 2. Tages stand der Besuch des Europäischen Rechnungshofes – dem „Hüter der
Finanzen der EU“ – auf dem Programm. In Luxemburg sind mehrere EU-Institutionen angesiedelt,
und die Stadt ist neben Brüssel und Straßburg eine der drei offiziellen EU-Hauptstädte. Nach der
obligatorischen Sicherheitskontrolle am Eingang ging es in einen kleinen Plenarsaal. Im Rahmen einer
90-Minutigen außerschulischen Unterrichtseinheit referierte der Hauptverwaltungsrat Herr
Duerrwanger über die Aufgaben der Behörde, die interne Organisation und die praktische Arbeit. Im
Anschluss gab es die Möglichkeit, die Stadt frei zu erkunden. Luxemburg wird wegen seiner
exponierten Lage auf dem Bockfelsen auch das „Gibraltar des Nordens“ genannt. Aufgrund der
kompakten Größe können alle Stadtteile hervorragend zu Fuß erkundet werden. Ein 71 m hoher
gläserner Fahrstuhl, der Unter- und Oberstadt miteinander verbindet, erfreute sich dabei großer
Beliebtheit, wenngleich dieser für den Einen oder Anderen Überwindung gekostet hat. Der Abend
wurde mit einem gemeinsamen Essen eingeleitet.
Auf der Rückreise bot sich ein Zwischenstopp in Trier, der nachweislich ältesten Stadt Deutschlands
an. Vor der Porta Nigra – einem alten römischen Stadttor und Wahrzeichen der Stadt – entstand ein
weiteres Gruppenfoto. Am frühen Abend war die Reisegruppe schließlich wieder zurück in Ahlen.
Den Auszubildenden wird diese Studienfahrt sicher zeitlebens in Erinnerung bleiben – war es für die
meisten doch die letzte ihrer Art.

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