: Ethikmanagement für Studierende der Fachschule für Wirtschaft

Schon die alten Griechen stritten um die Frage: Ist Tugend lehrbar? Übertragen auf die heutige Organisationsgesellschaft lautet die Frage: Welche moralische Verantwortung haben Unternehmen? Und wenn ja: Wie lässt sich Moral in Unternehmen managen? Herausgefordert durch Globalisierung, angetrieben durch wirtschaftlichen Wettbewerb und geplagt vom persönlichen Leistungsdruck, Einkommen und Profit im Sinne des Unternehmens zu steigern, geraten Mitarbeiter wie Unternehmen in einen inneren Konflikt, bei dem Moral oft unvereinbar mit betriebswirtschaftlichen Zielen zu sein scheint. Bei einer ernsthaften Beschäftigung mit dem Thema Unternehmensethik kann es also nicht um den berühmten erhobenen Zeigefinger gehen, sondern vielmehr um die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen und Organisationsformen ethische Forderungen eine Chance auf Durchsetzung in Unternehmen haben. In den letzten Jahren sind CSR- und Ethikmanagementsysteme ins Gespräch gekommen, die Ethik als immer wichtigere strategische Ressource eines Unternehmens begreifen, die systematisch entwickelt werden muss.

Im Mittelpunkt des Seminars am 08. und 09. Dezember 2017 standen daher neben theoretischen Grundlagen der Unternehmensethik vor allem praktische Erfahrungen, welche von Herrn von Bobart, Geschäftsführer der General-Electric-Sparte Renewables, präsentiert wurden. Die Zielkonflikte, in denen sich Unternehmen und ihre Mitarbeiter in der modernen Wirtschaft heute befinden, wurden anhand von Case-Studies für die Studierenden erfahrbar gemacht. Vor diesem Hintergrund wurden die Funktionsbedingungen eines nachhaltigen Ethikmanagements erarbeitet und kritisch reflektiert. 

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