: Sekundarschule Beckum besucht Berufskolleg Ahlen Europaschule

[v. r.] Karsten Kloß (Bildungsgangleiter Berufliches Gymnasium), Jürgen Lilienbecker (Bildungsgang-leiter Höhere Handelsschule), Christina Raters (Bildungsgangleiterin Berufsfachschule) und Schulleiter Ingo Weißenborn informierten Kolleginnen und Kollegen der Sekundarschule Beckum über die schulischen Angebote des Berufskollegs Ahlen Europaschule.

16 Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule Beckum waren am vergangenen Montag zu Gast in der Europaschule, um sich im Rahmen eines Pädagogischen Tages über die Bildungsmöglichkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler am Berufskolleg Ahlen zu informieren. „Für unsere Schülerinnen und Schüler stellt sich nach dem Abschluss die drängende Frage, wie es schulisch und beruflich weitergehen soll. Da ist es wichtig, dass wir als Klassenlehrer sie darin unterstützen, einen passgenauen Anschluss nach dem Abschluss zu finden. Dafür müssen wir uns selbst erst einmal gut informieren.“, so formulierte es Felix Markmeier, Studien- und Berufswahlkoordinator der Sekundarschule Beckum, und brachte damit auch das Anliegen der Europaschule auf den Punkt.  Man wolle einen Beitrag dazu leisten, dass die jungen Menschen rasch eine attraktive  Anschlussperspektive aufgezeigt bekommen. Dazu sei die Zusammenarbeit zwischen den „abgebenden“ und „aufnehmenden“ Schulen von zentraler Bedeutung.“, betonte Ingo Weißenborn, Schulleiter der Europaschule. Es gelte, schulische Übergänge effektiv zu begleiten und alle Beteiligten ins Boot zu holen.

Das Infocafe startete mit einer Informationsrunde. Man erfuhr, wie breit gefächert die Bildungsmöglichkeiten am Berufskolleg sind, die vom Hauptschulabschluss über den mittleren Schulabschluss bis hin zur Fachhochschulreife und zum Abitur reichen. Auch die besonderen Chancen einer dualen Ausbildung wurden dabei in den Blick genommen.

Herr Weißenborn warf am Ende dieser Informationsrunde drei zentrale Schlaglichter auf das Berufskolleg: Die schulformübergreifende Organisationsform der Schule ermögliche ein hohes Maß an Durchlässigkeit. Die Jugendlichen könnten Schritt für Schritt einzelne Schulabschlüsse erwerben, ohne dabei die Schule zu wechseln. Als weiteren Punkt nannte er die enge Verzahnung zwischen beruflicher Grundbildung auf der einen und beruflicher Ausbildung auf der anderen Seite, die die Europaschule als einziges Berufskolleg vor Ort bieten könne. Die vielseitigen Kontakte und Partnerschaften mit den Ausbildungsbetrieben in der Region helfe auch denjenigen, die erst noch einen allgemeinen Schulabschluss nachholen möchten, frühzeitig ihr berufliches Netzwerk zu knüpfen. Schließlich stellte er das besondere Beratungsangebot der Schule heraus. „Alle für die Begleitung der jungen Menschen Verantwortlichen, auch die Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit, sind hier in der Schule für die Schülerinnen und Schüler erreichbar und arbeiten Hand in Hand.“

Dass es im Rahmen des Info-Cafés aber nicht nur um Information gehe, betonte Jürgen Lilienbecker, Bildungsgangleiter der Höheren Handelsschule: „Wir wollen nicht einseitig informieren, sondern Erfahrungen austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Unser gemeinsames Ziel und unsere Aufgabe ist es, Übergänge zu gestalten und Schulabbrüche zu vermeiden. Dazu müssen wir frühzeitig und verstärkt zusammenarbeiten. Darum freue ich mich, dass wir uns heute hier treffen, nachdem wir erst im April bei den Beckumer Kolleginnen und Kollegen zu Gast sein durften.“

So war man sich am Ende der Veranstaltung einig, dass die Sekundarschule Beckum und die Europaschule an diesem Nachmittag einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zusammenarbeit und Kooperation gegangen sind. Einig war man sich auch darin, dass es letztlich die Jugendlichen sind, die bei ihrer Suche nach einem passgenauen Anschluss von einem engen Austausch zwischen den Schulen profitieren müssen.

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