Super Erfahrungen in Irland oder wie die Iren sagen:

„It was not too bad...“

von Jennifer Gaido

Am 13.03.08 ging die langersehnte Reise los. Sechs Mädchen auf dem Weg in ein Auslandspraktikum in Irland. Schon bei der Ankunft in Cork war mir klar, dass die Iren ein sehr freundliches und höfliches Volk sind. Wir wurden direkt von Margaret und Irene, unseren Betreuerinnen  der Vermittlungsagentur Green Horizons, lächelnd in Empfang genommen. Am nächsten Tag ging es mit einem Orientierungstag mit Informationen über unseren jeweiligen Praktikumsbetrieb weiter.

Da die meisten erst nach den irischen „bank holidays“ zur Arbeit mussten, hieß es für uns erstmal Irland entdecken! 

Nach dem St. Patrick’s Day wurde ich dann von Irene abgeholt um zu meiner Gastfirma „Aquatech“ zu fahren. Aquatech verkauft Solar- und Heizungstechniken, zum Teil am Telefon. Dort lernte ich Annika, eine deutsche Praktikantin kennen, mit der ich dann die nächsten Tage die Aufgaben zusammen erledigt habe. Wir waren hauptsächlich für die Rezeption und Teile der Buchhaltung verantwortlich. An der Rezeption habe ich die eingehenden Telefonate beantwortet und Kunden in Empfang genommen. Auch wenn ich erst nach einigen Tagen verstanden habe, wen oder worüber die irischen Kunden sprechen wollten, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Weiterhin habe ich Kundenanfragen bezüglich der Lieferung beantwortet und bestimmte interne Kreditlimite der Kunden überprüft.

Es war dabei deutlich zu merken, dass je länger ich im Betrieb war, desto leichter fiel es mir, meine Kollegen zu verstehen und mich ausdrücken. Dabei habe ich viele idiomatische Ausdrücke von meinem „Praktikumsbetreuer“ Andrew gelernt.

Aber auch die Umgebung in Irland war sehr beeindruckend. Die grüne Insel hat ihrem Namen dabei alle Ehre gemacht. Angefangen von einem faszinierenden Naturspiel mit viel Regen und Hagel in dem riesigen Nationalpark in Killarney über den kleinen verträumten Hafen in Kinsale bis hin zu den „Cliffs of Moher“, wo wir 200 m hohe Klippen besucht haben.

Am Wochenende haben wir uns jeweils auf den Weg gemacht um diese Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen und sind dabei auf eine weitere Eigenschaft der Iren gestoßen: Die Pünktlichkeit; denn damit nahmen sie es nicht so genau. Nicht umsonst hängen sie hinter die Uhrzeit, um die sie sich treffen wollen, ein „ish“, was so viel wie „so ungefähr“ bedeuten soll.

Aber wir haben in unseren Pausen auf den Reisen noch etwas ganz Tolles entdeckt und das waren die Kuchen und Torten in den Cafés und sogar in den Supermärkten. Den absoluten Schokoladen-Schock hatten wir jedoch in einem Café, wo wir uns einen riesigen Schoko-Muffin und einen wahnsinnigen Kakao mit Sahne und Marshmallows bestellt haben. Nicht, dass wir nicht auch sonst den leckeren Scones und Donuts widerstehen konnten...

Am 12.04.08 machten wir uns um ca. 2:30 Uhr wieder auf dem Weg nach Hause, auf der einen Seite doch froh, die Familie und Freunde wieder zu sehen, aber auf der anderen Seite auch traurig, seine neue Heimat zu verlassen, denn bei einer Sache sind wir uns alle einig: Wir haben hier viel gelernt und würden es immer wieder tun!

 

Neuer Film über uns!!