Cork 2008 “The Firkin Crane” Eine Erfahrung fürs Leben!

von Laura Tophinke

 

Am 13.03.2008 ging es für mich um 14 Uhr zum Treffpunkt in Oelde, von wo aus wir mit einem Bulli alle zusammen nach Amsterdam zum Flughafen fuhren. Um ca. 20.30 Uhr hieß es dann ab in den Flieger Richtung Irland. Mit gemischten Gefühlen, voll Vorfreude und Abschiedsschmerz kamen wir dann gut und sicher in Irland (Cork) an.

An unserem Apartment wurden wir von Irene und Margret von der Vermittlungsagentur „Green Horizons“ herzlich empfangen. Nach einer kurzen Einweisung in die Wohnung konnten wir uns in unserem neuen Zuhause für 4 Wochen umsehen. Am nächsten Tag war ein Orientierungstreffen mit „Green Horizons“, bei dem wir viele sehr nützliche Tipps zum Einkaufen und zur Umgebung bekamen. Außerdem besprachen wir noch die Termine, wann wir arbeiten müssen und wann uns wer dorthin fährt.

Ich hatte die erste Woche frei und musste erst eine Woche nach Ankunft arbeiten. Somit konnte ich mir die Umgebung und die Stadt angucken. Meine Praktikumsstelle war im Tanztheater „The Firkin Crane“ in Shandon Cork. Das kleine Theater wird auch liebevoll „Die Butterdose“ genannt, weil früher die Gewichte für den Buttermarkt dort gelagert wurden. Das Gebäude ist rund und am Anfang sind die Wege und Räume sehr verwirrend. Es arbeiten dort sieben Leute. Man fühlt sich dort wie in einer kleinen Familie und Ann ist wie eine Mutter.

In den ersten zwei Wochen war noch eine andere deutsche Praktikantin da, was sehr gut war, denn so konnte sie mich in das für mich neue Computerprogramm Macintosh einweisen. Außer uns beiden gab es noch zwei spanische Praktikantinnen. Unter der Woche arbeitete ich zusammen mit Ann an der Rezeption, was mir sehr viel Spaß machte. Ich half den Leuten, die sich das Theater anguckten oder einige Räume mieten wollten. Nach einiger Zeit nahm ich auch Telefonate an. Eine tägliche Aufgabe war das Erstellen eines Belegungsplanes für die einzelnen Theaterräume.

Während meines Praktikums musste ich auch das lange Osterwochenende arbeiten. Es lief das Kindertheaterstück „Die Schöne und das Biest“, welches sehr schön war. Zusammen mit einer anderen Praktikantin zeigte ich den Zuschauern, wo ihre Plätze waren. Danach durfte ich mir die Show angucken. In der Pause half ich dann John, dem Hausmeister, am Kiosk und verkaufte zusammen mit ihm Süßigkeiten und Getränke. Danach schaute ich mir den letzten Teil der Show an und säuberte danach noch das Theater. Dann war auch für mich Feierabend. Meine Arbeitszeiten waren unter der Woche von 10 bis 16 Uhr und ich hatte eine Stunde Mittagspause, in der ich nach Hause gehen konnte. Am Wochenende arbeitete ich von 13:30 – 17:00 und von 19:00 – 22:00 Uhr. Dafür bekam ich dann aber unter der Woche mal frei.

In der letzten Woche unseres Aufenthaltes war noch das „Cork lifelong learning festival“. An einem Tag hatten wir so etwas wie einen Tag der offenen Tür. Ich entwarf dafür Handzettel, überarbeitete den Flyer und verteilte Plakate. Von 10 bis 22 Uhr was das Theater für Besucher geöffnet und es wurden verschiede Vorstellungen angeboten, z. B. Crux Ballett, Hakuna Matata, Tango, Salsa. Einige Angebote waren zum Mitmachen, andere zum zuschauen. Es war sehr spannend und interessant.

Außerhalb meiner Arbeitszeit war ich in Killarney (Nationalpark), Cobh (der letzte Hafen der Titanic), Fota (Wildtierpark) und bei Cliffs of Moher und schaute mir auch einzelne Sehenswürdigkeiten in Cork an, wie z. B. das „Prison“, „Cork Visitor Centre“, „UCC“ und das „Buttermuseum“.

Am Anfang hatte ich Angst, dass ich mit meinem Englisch dort nicht weit kommen würde, aber das war überhaupt nicht der Fall. Wenn ich eine Vokabel nicht wusste, habe ich sie umschrieben, und die Angst vorm Sprechen wurde mir auch sofort genommen. Wenn ich Fehler in der Grammatik oder ähnlichem gemacht habe, war es nicht schlimm.

Ich würde jederzeit wieder ins Ausland gehen, um dort zu Arbeiten. Es war eine tolle Erfahrung, die mir auch keiner nehmen kann.

Neuer Film über uns!!