Meine Erfahrungen im Auslandspraktikum in Cork

von Natalie Kuhlmann

 

Vier Wochen im Ausland, neue Arbeitsweisen, eine andere Sprache, ein fremdes Land – das waren die einzigen Gedanken, die mich schon Wochen vor der Reise verfolgten. Je näher der Tag der Abreise kam, desto aufgeregter wurde ich.

Gleich in Irland angekommen, wurden wir herzlich von den Organisatoren vor Ort, Margaret und Irene von „Green Horizons“, der Vermittlungsagentur, in Empfang genommen. Nun ging es richtig los. Die erste Aufregung legte sich. Schon am nächsten Morgen sollte ich mit Irene zu meinem Praktikumsbetrieb fahren um mich kurz vorzustellen. Mein Chef und die anderen Kollegen waren sehr nett. Sie begrüßten mich sehr freundlich und schon gleich bemerkte ich eine ganz besonders tolle Eigenschaft der Iren: Einfach alle sind wirklich sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Dies ist wohl auch der Grund, warum ich mich gleich vom ersten Tag an sehr wohl in dem Unternehmen und auch in der Stadt fühlte.

Das Arbeiten in einem Forschungs- und Entwicklungsunternehmen war für mich etwas ganz Neues. Dadurch, dass die Tätigkeiten, die dort auf mich zukamen, das komplette Gegenteil zu meiner alltäglichen Arbeit waren, war es für mich besonders interessant, auf diese Weise einen anderen Bereich einer Bürotätigkeit und auch neue Tätigkeiten kennen zu lernen.

Meine Aufgaben standen bereits fest. Ich sollte in einem internationalen Forschungsprojekt mitwirken, in das ich sofort eingearbeitet wurde. Die Hauptaufgabe war für mich das Erfassen wichtiger Daten, aus denen am Ende des Projekts ein Bericht geschrieben wurde. Nachdem ich mich mit dem Programm, mit dem ich arbeiten sollte, vertraut gemacht und mir etwas Hintergrundwissen angeeignet hatte, konnte die Arbeit nun endlich losgehen.

Das Schwierige dabei war, anfangs alle Fachbegriffe aus dem Forschungsbereich zu verstehen und beschreiben zu können. Andere Aufgaben, die damit in Verbindung standen waren beispielsweise auch das Aufbereiten einer Fotodatenbank, die für den Abschlussbericht benötigt wurde.

Eine andere Tätigkeit, die jedoch losgelöst von diesem internationalen Projekt war, war die Teilnahme an einem Geschmackstest für einen internationalen Getränkehersteller in einem Sensorik-Labor. Dabei durfte ich meiner Kollegin helfen, Proben einzelner Geschmacksrichtungen für diese Tests vorzubereiten, die Kabinen, in denen die Testpersonen gesessen haben, fertigzustellen und am Ende die Ergebnisse zu dokumentieren. Sehr interessant war für mich der Test, an dem ich selber einige Proben testen und bewerten durfte.

Neben der Arbeit haben wir natürlich auch versucht uns viel von Cork und der Umgebung anzusehen.

Das Aufregendste war für uns alle der Ausflug zu den „Cliffs of Moher“. Nach einer vierstündigen Bustour waren wir endlich am Ziel angekommen. Der Blick von den Klippen hinunter ins Meer war einfach atemberaubend. Neben einem schmalen Weg, ohne Absperrung ging es gleich ca. 180 Meter in die Tiefe. Dort oben war es sehr windig, so dass es teilweise schon wirklich gefährlich war, dort einfach so herzulaufen. Es war also ein wirklich spannender Tag für uns alle, so dass wir die lange Busfahrt nicht bereut haben.

Ein anderer, aber eher kurzer Ausflug, ging nach Coph. Dort haben wir einen Hafen besichtigt, der die letzte Anlegestelle der Titanic war, bevor sie aufgelaufen war. Dort gab es viele Bilder von damals zu sehen.

Neben vielen verschiedenen Ausflügen haben wir uns natürlich auch Cork City angesehen. Das City Center ist wirklich sehr schön. Viele schöne Geschäfte, Pubs und Restaurants sind dort zu finden. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen auch irische Spezialitäten auszuprobieren. Dazu gehörten das irische „Guiness Beer“, was uns nicht so gut schmeckte, und auch die irischen „Fish ans Chips“. Die Chips, bei uns also die Pommes, haben wie hier in Deutschland geschmeckt, der Fisch allerdings war so fettig, dass ich ihn nicht essen konnte. Alles war aber eine Erfahrung wert und hat super viel Spaß gemacht.

Im Ganzen habe ich nur schöne Erfahrungen gemacht und kann es jedem nur empfehlen, ein Praktikum im Ausland zu absolvieren.

Neuer Film über uns!!