: Abstriche erfolgen in Eigenregie

Ahlen - Seit einer Woche kooperiert das Berufskolleg Ahlen mit einer Warendorfer Gemeinschaftspraxis, um seine Mitarbeiter nach den Vorgaben des Landes regelmäßig auf das Coronavirus zu testen.

Mit Blick auf Aufnahme des Regelbetriebs an Schulen sieht die Landesregierung vor, dass sich alle Beschäftigten im Zeitraum von 14 Tagen freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Die Kosten für die Testungen übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

In der Regel erfolgt die Testung durch alle niedergelassenen Ärzte in Form eines Nasen-Rachen-Abstrichs, der von einem Labor in Münster ausgewertet wird. Um die Testungen zu vereinfachen und damit auch die Akzeptanz für regelmäßige Abstriche bei den Mitarbeitern zu erhöhen, kooperiert das Berufskolleg Ahlen Europaschule seit Anfang der Woche mit der Gemeinschaftspraxis Dr. Haasen / Dr. Köster in Warendorf und kann die Test-Abstriche so direkt an der Schule Im Pattenmeicheln durchführen.

„Einige unserer Kollegen haben eine medizinische Ausbildung. Mit Dr. Bettina Schaffrath gehört sogar eine approbierte Ärztin zum Kollegium“, berichtet Schulleiter Ingo Weißenborn. „Aufgrund der zusätzlichen Qualifikationen können wir eine fachgerechte Testung sicherstellen.“

Nach einer Einweisung in das Testverfahren durch Marie Justus , Projektleiterin der Praxis erfolgten bereits am Dienstag die ersten Testungen. Die Teströhrchen werden jeden Tag zur Praxis gebracht, dort nachbearbeitet und dann an das zuständige Labor in Münster geschickt.

Die Idee zum Projekt stammt von Sebastian Sydow , Sicherheitsbeauftragter des Berufskollegs. Er hat als Notfallsanitäter in der ersten Pandemie-Welle bereits bei Patienten Abstriche gemacht und kann somit seine eigenen Erfahrungen einbringen.

„Wir haben als Schule einen guten Kontakt zur Praxis, da diese ausbildet und ihre Auszubildenden zu uns schickt“, erklärt Sydow. Projektleiterin Marie Justus war selbst Schülerin am Berufskolleg und freut sich, die Schule auf diese Weise unterstützen zu können.

Bereits am letzten Ferientag haben sich schon zwölf Prozent der Kollegen testen lassen. Sebastian Sydow: „Mit Ende der Ferien wird sich dieser Wert natürlich ganz schnell ändern.“

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