lndustriekaufleute (m/w/d/u)

Bildungsziel

  • Vermittlung von Berufsfähigkeit (fachliche, humane und soziale Kompetenz)
  • Entwicklung von beruflicher Flexibilität zur Anpassung an sich wandelnde  Anforderungen
  • Weckung der Bereitschaft zu beruflicher Fort- u. Weiterbildung
  • Förderung der Fähigkeit und Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Betriebswirtschaftliche Sachverhalte
    • Materialwirtschaft (Beschaffung und Bevorratung)
    • Produktionswirtschaft (Leistungserstellung)
    • Absatzwirtschaft / Marketing
    • Personalwirtschaft
    • Finanzierung und Investition
  • Rechnungswesen
    •   Buchführung und Jahresabschluss
    •   Kosten- und Leistungsrechnung
    •   Statistik und Planungsrechnung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen einer Unternehmung
  • Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen einer Unternehmung

Lernbereiche/Fächer

Berufsbezogener Bereich

  • Geschäftsprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Datenverarbeitung
  • Wirtschafts- und Sozialprozesse
  • Fremdsprache (i.d.R. Englisch)

Berufsübergreifender Bereich

  • Politik/Gesellschaftlehre
  • Deutsch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung

Prüfungen

Zwischenprüfung:

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes legen die Auszubildenden während der Ausbildung eine Zwischenprüfung ab. Es handelt sich um eine Zwischenprüfung
herkömmlicher Form und Bedeutung, deren Ergebnis nicht in das Ergebnis der Abschlussprüfung eingeht.


Die Zwischenprüfung soll in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt werden und findet im März statt. Zwischenprüfungen können auch im Oktober stattfinden, um den unterschiedlichen Anforderungen bei verkürzten Ausbildungsverhältnissen gerecht zu werden. Hier sind die konkreten Terminstellungen der zuständigen IHK zu beachten. Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf betriebliche und schulische Inhalte des ersten Ausbildungs-jahres. Die Zwischenprüfung dauert höchstes 90 Minuten und umfasst praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Prüfungsbereichen

  • Beschaffung und Bevorratung
  • Produkte und Dienstleistungen
  • Kosten- und Leistungsrechnung

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf alle nach Ausbildungsordnung und Rahmenlehrplan zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse. Sie besteht aus vier Prüfungsbereichen. Die Prüfung in den Bereichen

  • Geschäftsprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

ist schriftlich durchzuführen.

Die Prüfung im Bereich Einsatzgebiet wird praktisch und mündlich durchgeführt.

Schriftliche Abschlussprüfung
Auszubildende, die ihre Abschlussprüfung im Sommer ablegen, absolvieren den schriftlichen Teil im Mai; für Teilnehmer der Winterprüfung findet die schriftliche Prüfung im November statt.

Im Prüfungsbereich Geschäftsprozesse soll der Prüfling auf Prozesse und komplexe Sachverhalte gerichtete Situationsaufgaben oder Fallbeispiele bearbeiten. Dabei soll er zeigen, dass er Geschäftsprozesse analysieren sowie Problemlösungen ergebnis- und kundenorientiert entwickeln kann. Insbesondere kommen folgende Gebiete in Betracht:

  • Marketing und Absatz
  • Beschaffung und Bevorratung
  • Personal
  • Leistungserstellung.

Im Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung und Kontrolle soll der Prüfling bis zu vier praxisbezogene Aufgaben aus dem Bereich Leistungsabrechung unter Berücksichtigung des Controlling bearbeiten. Dabei soll er zeigen, dass er Kosten erfassen, die betrieblichen Geld- und Wertströme analysieren sowie betriebswirtschaftliche Schlussfolgerungen daraus ziehen kann.
Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben bearbeiten und zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

Praktische Abschlussprüfung
Die praktische Abschlussprüfung (Prüfungsbereich Einsatzgebiet) wird am Ende der Ausbildung abgelegt: im Sommertermin im Juni bzw. Juli, im Wintertermin im Januar. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Auszubildende in dem vom Betrieb festgelegten Einsatzgebiet, welches besondere Berücksichtigung in der praktischen Prüfung findet.
Im Prüfungsbereich Einsatzgebiet soll der Auszubildende in einer Präsentation und einem Fachgespräch die Beherrschung komplexer Fachaufgaben und ganzheitlicher Geschäftsprozesse sowie seine Problemlösungsfähigkeit in der Praxis nachweisen.

Gegenstand der Präsentation und des Gesprächs ist eine Fachaufgabe, die der Auszubildende in dem Einsatzgebiet selbstständig durchgeführt hat.
Die Fachaufgabe im Einsatzgebiet ist vor der Durchführung dem Prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen, d. h. der Prüfungsausschuss entscheidet, ob die beantragte Fachaufgabe für die Prüfung geeignet ist. Erst nach der Genehmigung darf der Auszubildende mit der Durchführung dieser prüfungsrelevanten Fachaufgabe beginnen.

Der Prüfling erstellt hierüber einen höchstens fünfseitigen Report (zzgl. Anlagen mit betriebsüblichen Unterlagen) als Basis für die Präsentation und das Fachgespräch. Der Report wird nicht bewertet. Er dient lediglich zur Information des Prüfungsausschusses und wird diesem rechtzeitig vor der Durchführung der Prüfung Einsatzgebiet zur Verfügung gestellt.
In der Präsentation soll der Prüfling auf der Basis des Reports zeigen, dass er Sachverhalte, Abläufe und Ergebnisse der bearbeiteten Fachaufgabe erläutern und mit praxisüblichen Mitteln darstellen kann.

In dem Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er die dargestellte Fachaufgabe in Gesamtzusammenhänge einordnen, Hintergründe erläutern und Ergebnisse bewerten kann. Dabei soll er insbesondere verdeutlichen, dass er die Sachbearbeitung in einem speziellen Geschäftsfeld beherrscht.
Der Prüfungsausschuss bereitet sich im Vorfeld anhand des eingereichten Reports auf die Präsentation und das Fachgespräch vor.
Im Anschluss an die Prüfung bewertet er die gezeigten Leistungen (z. B. mittels
eines Bewertungsbogens).

Organisation des Berufsschulunterrichts 

Zur Zeit bietet das Berufskolleg Ahlen für jede Vertragsdauer (2-,2,5- und 3- jährig) eine separate Berufschulklasse, so dass wir den  Auszubildenden und ihren Betrieben ein passgenaue Vorbereitung zur Abschlussprüfung anbieten können. In allen Berufschulklassen findet der Unterricht in Teilzeitform im 14-tägigen Wechsel ein oder zweimal in der Woche statt. 

Abschluss

Nach erfolgreichem Schulbesuch (je nach Ausbildungsdauer 2, 2 1/2 oder 3 Jahre) wird der Berufsschulabschluss zuerkannt.

Mit dem Berufsschulabschluss wird u. U. der Sekundarabschluss I  (Hauptschulabschluss nach Kl. 10) oder der Sekundarabschluss I (Fachoberschulreife) erworben. Der Erwerb der Fachhochschulreife wird auf Antrag ermöglicht.

Aufnahmevoraussetzung

Berufsausbildungsvertrag für den Ausbildungsberuf Industriekaufleute (m/w/d/u)

 

Haben Sie weitere Fragen oder wünschen Sie mehr Informationen?

Dann kontaktieren Sie unseren Ansprechpartner Herrn Wilde.

Telefon: 02382 9824-0

Telefax: 02382 9824-90

E-Mail: Falk.Wilde@berufskolleg-ahlen.de

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